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Das war das Nova Rock 2018

Das war das Nova Rock 2018

Alte Liebe rostet nicht...

 

auch wenn es aus Eimern gießt! Nun ja, das heurige Nova Rock begann für mich äußerst feucht. Und ich muss gestehen, dass ich darauf nicht so richtig vorbereitet war. Bisher parkte ich immer auf dem VIP-Parkplatz, heuer leider nicht. Zu meinem Entsetzen musste ich mich den Anweisungen des Parkordners fügen, der mich und meine Leute zum hintersten Parkplatz schickte. Etwa 3 km vom Caravan1 entfernt. Und das bei Regen, ohne Regenjacke. Ganz leiwand. Begründen konnte er seine Anweisung nicht, denn ich war dann schon so frech und fragte warum wir nicht vor zu den anderen FREIEN Parkplätzen fahren konnten. So ned, war die Antwort.

So wie auf viele Fragen, die ich hatte. Keiner der Securityleute wusste auch nur das Geringste. Im besten Fall bekam man ein gelangweiltes Schulterzucken, im schlimmsten Fall wurde man angeschrien. Mit meinen Erfahrungen bin ich nicht allein. 

 

Bei einem Festival in dieser Größe frage ich mich immer wieder, warum kein Budget für ordentlich ausgebildetes Security-Personal vorhanden ist. Beim Eingang wurde nichts mehr kontrolliert, außer ab und an mal in ein Täschchen geschaut. Die Securitys rauchten lieber ihre Joints und spielten mit den Besuchern Trinkspiele und vom Geländeplan hatte sowieso keiner eine Ahnung... Einfach nur beschämend – und gefährlich!

 

Durch den enormen Regen am Donnerstag, wurde das übliche Müllproblem am Nova Rock zum Fiasko so mancher empfindlichen Nase.Warum so wenig Möglichkeiten gegeben sind, seinen Müll ordentlich zu entsorgen, weiß ich nicht. Dass manche Besucher auch der Meinung sind, hier die absolute Sau raus zu lassen und das nicht nur im Moshpit, dem bin ich mir auch bewusst. Aber ich glaube, dass ein überwiegender Teil der Leute hier, lieber den Mist in Säcke/Tonnen wirft, als auf den Boden. Tonnen waren viel zu wenige(außer beim Eingang, wo sie keiner brauchte) aufgestellt und selbst die wurden zu selten bis gar nicht ausgeleert...

Ich könnte genaugenommen noch unzählige schlechte Dinge aufzählen, denn heuer hat sehr viel nicht gepasst und durch diese Umstände konnte ich mein absolutes Lieblingsfestival gar nicht so genießen wie sonst. Aber das würde mir selbst den Spaß am Schreiben verderben, vor allem, wenn ich über etwas schreibe, wie das Nova Rock.

 

Ich hatte heuer ursprünglich auch vor die kulinarischen Genüsse der Genussarena Burgenland genauer unter die Lupe zu nehmen, aber aufgrund des Geruchs, der sich überall ausbreitete, war es mir nicht möglich auch nur irgendwas dort zu essen. 

Mein Ziel war deshalb jeden Tag der Stand von "Meine Kleine Kokosnuss". Eine Nuss mit Schuss tröstete über die üblen Gerüche des pannonischen, mit Urin-und Bierdämpfen verfeinerten Gatsches hinweg und machte die sengende Hitze erträglich. Sehr erträglich sogar:-) Die hübsche Dame, die die kleinen Kokosnüsse fachgerecht mit einem riesigen Beil köpfte, war zudem auch noch sehr nett anzusehen!

 

Die Wasserklos waren heuer ganz passabel, haben meistens auch funktioniert, die Dixis, naja... Vielleicht sollten sich die Zuständigen mal ein paar Gedanken machen, ein paar Euros mehr in die Hand nehmen und zugleich einen aufgehübschten ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Ich kann da sehr die ÖKLO's empfehlen, denn ich hatte die Ehre diese auf dem FLOW zu testen. Gar kein Vergleich zu den üblichen Plastik-Kotz-Scheiss-Boxen.

 

Das Line up war toll, keine Frage, das muss man dem Nova Rock schon lassen. Die Vielfalt, die geboten wird, ist vielleicht dem einem oder anderen Metalhead ein Dorn im Auge, aber umso eine Menge an Besuchern anzulocken, muss man auch eine Menge bieten. Trotzdem hoffe ich, dass sich das Nova Rock treu bleibt. Wir alle wissen, dass es kein Metalfestival ist, aber dennoch sollte es rockig bleiben und nicht zur Ö3-Disco verkommen.

 

Silent Disco. Einfach nur lustig! Sollte man mal ausprobiert haben. Die Leute ohne Musik tanzen und singen zu sehen, hat schon was. Nur das mit den Bechern hab ich nicht verstanden... Warum darf ich mit einem Ottakringer(aber nur der mit dem speziellen Schriftzug von Ottakringer, den anderen nicht)Becher hinein, und einen anderen, ebenfalls auf dem Gelände erworbenen Becher, nicht?? Auch diese Frage wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben...

 

Im Großen und Ganzen war das Nova Rock auch dieses Jahr wieder klasse, aber das lag und wird aber auch in Zukunft an den fantastischen, wunderbarsten, und besten Freunden liegen, die man haben kann. Sie machen jedes auch nur noch so kleine Treffen zu einem Fest, an das man ein Leben lang denkt. Die Tage mit ihnen sind Urlaub für die Seele.

 

Der Charakter meines geliebten Nova Rock, hat sich im Laufe der Jahre schon etwas verändert. Aber so wie in jeder Beziehung, nimmt man die eine oder andere Veränderung, auch wenn man davon weniger angetan ist, trotzdem hin, denn alte Liebe rostet nicht!

zu den Tickets geht's

hier!

 

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Dani
Dani
3 Monate zuvor
206

Das war das Nova Rock '17

Das war das Nova Rock '17

Nach dem Nova ist vor dem Nova.

 

Gut eine Woche ist es her, dass ich die Pannoniafields II für ein weiteres Jahr verlassen habe. Ich brauche immer ein wenig Zeit, um meine Gedanken und Gefühle nach dem Nova Rock zur Ruhe kommen zu lassen, sie etwas zu ordnen. Mittlerweile bin ich aber drauf gekommen, dass ich auch da nicht die einzige bin, der es so geht.

Für die einen mag es verlängertes Saufwochenende sein, für mich ist es jedes Jahr aus’s Neue ein Selbstfindungstrip. Allein mit dem Staub, der Sonne und mir selbst. Und wenn ich will, hab ich meine Freunde auch noch dabei, die sich so rührend um mich und umeinander kümmern, wie ich es nur aus Mutter-Kind-Beziehungen kenne. Auch diese Freunde hab ich auf dem Nova Rock gefunden, also wurde an jenem aus dem Selbstfindungstrip ein Freundefindungstrip.

Nachdem ich realisiert habe, dass es wieder ein Jahr warten heißt, kann ich mich nun daran machen, meine Erfahrungen zu teilen.

Wie jedes Jahr, war das Nova, das gerade stattfand, besser als das im Jahr zuvor. Und jedes Jahr sag ich mir, es kann nicht noch besser werden, oder? Oder doch. Keine Ahnung wie das funktioniert, aber es ist so. Das Line up hat mich heuer anfangs sehr begeistert, jedoch war ich von System of a Down, die zu meinen absoluten Lieblingsbands gehören, ein wenig enttäuscht… Ob’s am Regen lag oder einfach daran, dass man das Gefühl hatte, dass die ihre Show nur schnell abspulen wollen, kann ich jetzt nicht sagen, aber dennoch erwarte ich mir von einem Headliner ein bisschen mehr.

Sehr begeistert haben mich die Bloodsucking Zombies from Outer Space, die sich um eine kleine Horde gut gelaunter Frühaufsteher genauso bemüht haben, wie vor einem ausverkauften Weihnachtsspecial. Gut, gut, man kann sie wohl nicht mit den Headlinern vergleichen, aber mir geht’s am Ende um mein Gefühl, wenn ich eine Band sehe und höre. Ob sie es schaffen, dass ich Gänsehaut bekomme, das ist wichtig! Dieses Gefühl haben auch noch die Broilers erzeugt, die mit ihrem Auftritt am frühen Abend des letzten Tages sicher kein leichtes Spiel mehr hatten die Leute zu begeistern. Man merkte wie müde die Menschen teilweise waren. Aber dennoch war eine gewaltige Stimmung da!

Ich hab mir noch viele weitere Künstler angeschaut, aber die beiden waren meine absoluten Highlights und darum bleibt‘s auch dabei.

Generell ist das Nova Rock ein ziemlich gut durchdachtes und gut organisiertes Festival. Fehler passieren trotzdem immer wieder, aber ich denke durch konstruktive Kritik wird sich die eine oder andere Sache, die nicht so gut gelaufen ist, verbessern lassen.

Über Müllpfand und dergeleichen, will ich gar nicht anfangen. Ich kann es ohnehin nicht verstehen, dass es ernsthaft Leute gibt, die mit Sicherheit einen halben Monatslohn für ein Festival ausgeben, wenn man Ticket, Verpflegung, Merch und dergleichen zusammen rechnet. €5,-?? Ernsthaft?

Was ich allerdings noch ansprechen wollte, war der Betrug einiger Mitarbeiter. Einfach Trinkgelder zu verrechnen ohne zu fragen oder generell mehr zu verrechnen, als ausgeschenkt wird, ist eine echte Frechheit. Viele der Mitarbeiter an den Bars waren nur mäßig freundlich, teilweise wurden Frauen an den Cocktailbars nicht mal bedient. Selbst wenn so gut wie nichts los war, waren einige, vor allem weibliche Mitarbeiter so dreist und haben mich und auch einige andere Frauen, die etwas bestellen wollten, absichtlich übersehen. Geht gar nicht meines Erachtens. Also wofür sollte ich da Trinkgeld geben??

Die schlechten Zapfanlagen, die(gestoppt!!) 33 Sekunden für einen Becher Sodawasser brauchten, haben hier meiner Meinung auch keinen Platz. Ich habe teilweise über 20 Minuten an einer Bar dafür angestanden.

Fazit:

Ein dickes Plus für:

  • es ist und bleibt das beste Festival, das Österreich zu bieten hat

  • die Stimmung

  • die (heurigen) Toilettenanlagen

  • Sicherheit

Und leider auch ein Minus für:

  • Den Stau. Beim Hinfahren und Heimfahren

  • Mitarbeiter, die betrügen

  • Schlecht informierte Security

  • Zu viele Menschen für die vorhandene Infrastruktur, Warteschlangen ohne Ende…

 

Dennoch konnte nichts meine Laune trüben und ich freue mich schon sehr auf’s nächste Jahr. Ich kann’s kaum erwarten;-)

 

Die noch sehr günstigen Early Bird Tickets gibt’s hier

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NOVA ROCK Band Contest

NOVA ROCK Band Contest
Bewirb dich mit deiner Band für den RED BULL BRANDWAGEN Opener-Slot am Freitag, 16. Juni.  Und als wäre das noch nicht genug, erhält jedes Mitglied der Gewinner-Band ein VIP-Ticket für das restliche Festival.

Wie funktioniert’s?


    Ihr seid eine österreichische Band.
    Bewerbung per E-Mail bis 25. Mai 2017 an     michi.graf@barracudamusic.at
    Bewerbung muss beinhalten: Bandnamen, Herkunftsort, Link mit Musik zum Anhören, Bandkontakt

Obendrauf erhält jede Bandbewerbung einen 25€ Oeticket-Gutschein für einen NOVA ROCK Festivalpass 2017. Aus allen Bewerbungen werden fünf Bands ausgewählt, eine Fachjury um Ewald Tatar wird daraus die Gewinnerband bestimmen.

Viel Glück!

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Noch 69 Tage:-)

Noch 69 Tage:-)

Nova Rock '17 - alles steht in den Startlöchern!

Jedes Jahr denk ich mir, dass es nicht möglich ist, sich noch mehr zu freuen, aber die Erfahrung sagt mir was anderes.

Jedes Jahr denk ich mir, es kann nicht noch leiwander werden, wie im letzten Jahr, doch es wird.

Jedes Jahr denk ich mir, bin ich nicht schon zu alt dafür? Nein, bin ich nicht.

Jedes Jahr denk ich mir, ich hab die perfekte Ausrüstung. Hatte ich nicht, aber heuer!!

Jedes Jahr bin ich so klug und kauf mir mein Caravan1 Ticket vor Weihnachten. Auch heuer. Also klüger werd' ich wohl nimma;-)

Ich bin schon so aufgeregt, als würd es morgen losgehen, aber es dauert noch 69 Tage. Zeit genug den Wohnwagen noch perfekter zu machen, als er schon ist. Hoffe ich zumindest. Heuer wird alles noch schöner, noch gemütlicher, noch lauter und noch viel sauberer.

Ich hab mich letztes Jahr wirklich gewundert, wie verdreckt es beim Großteil der Festivalbesucher auf den Plätzen ist. Diese Unmengen an Müll über den sie steigen und überall liegen lassen, als ob's weh tun würde, die leere Dose gleich in den Müllsack zu werfen. Vom Geruch mal ganz abgesehen... Aber viele dürfte das nicht stören, ist ihr eigener sicherlich nicht besser, wenn sie sich damit rühmen 5 Tage nicht zu duschen... wäh...

Deshalb finde ich es auch angemessen, dass der Müllpfand heuer € 5,- Müllkostenbeitrag beinhaltet.

Wie es damit genau aussieht und wer was zahlen muss:

Green Camping:
Alle Green Camper erhalten beim Green Camping Check In gegen Vorweisung ihrer Green Camping Anmeldung & eines Lichtbildausweises den Müllbeitrag (5€) sofort wieder zurück. Einzig der Müllpfand von 5€ bleibt aufrecht und wird erst bei Abgabe des Müllsack dann vollständig zurückerstattet. Leider gab es auch am Green Camping zuletzt das eine oder andere schwarze Schaf.
 
Silent & Clean Caravan: 
Die Silent & Clean Caravan Camper haben die 10€ (Müllpfand & Müllbeitrag) bei Vorlage ihres Silent & Clean Caravan Tickets nicht zu entrichten. 
 
Tageskarten:
• für jene Tageskarten-Besitzer, die bereits vor dem Tag, für den ihr Ticket gilt, einchecken möchten (z.B. Samstag Tagesticket, Check In bereits am Freitag): 5€ Müllpfand & 5€ Müllbeitrag sind zu bezahlen.
• für jene Tageskarten-Besitzer, die an dem Tag einchecken möchten, für den ihr Ticket gilt (z.B. Samstag Tagesticket, Check In am Samstag), und Camping Equipment mitbringen: 5€ Müllpfand & 5€ Müllbeitrag sind zu bezahlen.
• für jene Tageskarten-Besitzer, die an dem Tag einchecken möchten, für den ihr Ticket gilt (z.B. Samstag Tagesticket, Check In am Samstag), und kein Camping Equipment mitbringen: haben 5€ Müllpfand & 5€ Müllbeitrag NICHT zu bezahlen.

Sichere dir hier deine Tickets!

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Das war das Nova Rock '16

Das war das Nova Rock '16

Es war legendär. Wiedermal:-)


Vor genau einer Woche haben wir unsere Zelte auf den Pannonia Fields wieder abgebaut. Nach 4 wunderschönen, anstrengenden, sonnigen, nassen, lustigen, lauten, oder ganz einfach sensationellen Tagen am Nova Rock. Lachende Augen haben wir, wenn wir an all die schönen Momente denken, aber auch weinende, denn jetzt heißt es wieder warten. Scheinbar endlose 352 Tage…

Wie gut, dass wir aber viel zu erzählen haben, also fangen wir mal an!

Tag 0:

Und wir leider noch nicht dabei. Aber – wir haben sehr liebe Freunde, die für uns Pionierarbeit geleistet und uns ein herrliches Plätzchen, unweit von Sanitärcamps und Bars am Caravanplatz reserviert haben. Eine große Sorge weniger. Die Wege sind zwar zwischen den Bühnen nun nicht mehr so weit, dennoch kann es recht anstrengend werden, wenn man wirklich am A.. des Caravan- oder Campingplatzes wohnt...

Trotzdem war’s irgendwie hart zu wissen, dass DIE schon dort sind und das Stück Freiheit, das einem das Nova Rock für ein Weilchen beschert, einen Tag länger genießen können. Aber wie heißt es schön, Vorfreude ist die schönste Freude! Also genießen wir noch einmal eine Nacht im kuscheligen Bett, eine ausgiebige Dusche am Morgen, Kaffee, für den man nicht eine halbe Stunde in der prallen Sonne anstehen muss und die Stille.

Tag 1:

Der eigentliche Anreisetag gestaltete sich, Dank der vielen Menschen, die sich gestern schon auf den Weg machten, als recht angenehm. Der kurze Stau von etwa 35 Minuten war schnell überwunden. Und dann konnten wir uns auch endlich zu vorübergehenden Bewohnern der Pannonia Fields zählen.

Wer das Gefühl nicht kennt, dort angekommen zu sein, der kann es auch nicht nachempfinden. Vergleichsweise vielleicht so, wie am langersehnten Urlaubsort angekommen zu sein(aber nicht der Pauschal-Türkei-Roulette-Urlaub, wir meinen eher 5*Deluxe Bungalows auf den Malediven mit privatem Buttler, so seltsam das auch klingt…)

Am Platz angekommen, mussten natürlich erst mal die Schlafplätze besichtig und hübsch gestaltet werden, mit Kissen und Decken von zu Hause, dann schläft sich’s auch gleich besser auf der halbweichen Luftmatratze. Und jetzt endlich, Campingsessel aufklappen, (noch) eiskaltes Bier aufmachen und genießen, Gedanken darüber machen, wann man sich ins Kerngelände begibt oder doch noch ein bisschen die Patschen streckt und noch ein zweites oder drittes Bier trinkt. Das Schönste daran ist, es ist völlig egal. Keiner ist hier auf der Flucht, man MUSS gar nichts.

Nichts desto trotz, wollten wir auf jeden Fall Billy Talent und Korn sehen. Unserer Meinung nach, war das Line up am Donnerstag ohnehin das Beste und die Stimmung natürlich genial. Nicht nur das Publikum war extrem gut drauf, die Bands haben diese Stimmung übernommen oder auch umgekehrt, ist auch egal, es war wirklich leiwand! Mit Party danach machen, haben wir uns noch ein bisschen zurück gehalten, schließlich folgten ja noch weitere 3 Tage! Dafür haben wir uns durch die Fressstandl durchgekostet, absoluter Favorit war und blieb bis zum Ende der Stand mit den hausgemachten Pommes. Extrem salzig, aber voll lecker! Und erst die ‚Frites Sauce‘. Zwar kostete der Spaß € 4,50(also genauso viel wie ein Bier oder ein Spritzer) aber war’s dann doch wert.

Erster Tag erfolgreich bestritten, ab ins Bett.

Tag 2:

Wir haben zum ersten Mal auf dem Nova mehr als 4 Stunden geschlafen. Ob das wohl daran liegt, dass es in der Nacht keine 70 °C im Zelt hat? Die Luftmatratze war zwar platt wie eine Flunder, aber trotzdem war’s recht gemütlich. Wir haben uns das gemerkt und sind auch in den folgenden Tagen immer ins Bett gegangen, bevor es hell wurde, obwohl es manchmal schon recht schwer war, das Partyzelt zu verlassen, wenn’s grade am schönsten war…

Gut gelaunt und vor allem ausgeschlafen, startete der Tag mit einem leckeren Frühstück von der Frühstücksbar(frischer Obstsalat, Salamisemmel, großer Kaffee für insg. € 10,-). Nur das Anstehen da war echt eine Qual. Die Sonne knallte runter und man hatte das Gefühl, dass die Mitarbeiter hinter der Theke in Zeitlupe arbeiten. Gefühlte 2 Stunden(in Wirklichkeit 45 Minuten) auf ein Frühstück zu warten, ist schon lang.

Nach dem Frühstück ging’s dann mal zu den Duschen, um dann wieder kehrt zu machen und zu beschließen, dass eine Fahrt nach Parndorf, wo meine Eltern wohnen, sicherlich die entspanntere Variante ist. Denn abgesehen davon, dass wir dort die Dusche maximal zu zweit teilen mussten, gab’s im Anschluss von meinem fürsorglichen Papa noch was Gegrilltes und von der Mama gratis Kaffee! Der Ausflug dauerte grade mal 90 Minuten, ungefähr so lang, wie wir uns für eine Dusche direkt am Nova Rock hätten anstellen müssen.

Frisch, sauber, satt und glücklich war unser erster Weg zu LaBrassBanda, die zumindest ich bisher nicht kannte, aber die echt Stimmung machten. Nennen wir’s mal Blasmusik+, aber so cool, dass es fast schade war, dass die nicht später angesetzt waren. Überhaupt waren unserer Meinung die Bands am Nachmittag sehenswerter als die, die das Privileg hatten, abends zu spielen.

Den Hype um Wanda verstehen wir sowieso nicht, aber es soll ihnen gegönnt sein. Nur als Headliner hätten wir uns was anderes gewünscht. Ebenso Disturbed, ganz gut, aber ziemlich Mainstream. Stimmung naja. Die war wohl auch den Spitzern in 1 Liter-Bechern zu verdanken. Die EAV war uns dann aber zu viel des Guten(österreichischen Geschmacks) und wir haben sie nur noch im Vorbeigehen gehört, als wir uns Richtung Partyzelt begeben haben.  Das war erstaunlicherweise schon halb voll, also waren wir wohl nicht die einzigen, die die gerne auf die EAV verzichteten. Partyzelt ist immer gut, die Stimmung ist Hammer, der DJ macht‘s perfekt. Aber trotz all dem Spaß, um halb 3 ging’s ab ins Bett, nach etwa 3 Zwischenstopps bei diversen Fressstandln, um zu probieren, was gestern nicht mehr reingepasst hat!

Fazit nach 2 Schlemmertripps: Die Asianudeln schmeckten wie Holzwolle in Salzwasser eingeweicht, Rock and Food ist teuer und fettig wie immer(wer’s mag), Marios Holzofen-Pizza und Nudelzeug ist supergut und empfehlenswert. Die Homemade Frites(ich glaub, so hießen die) waren auch sehr lecker, das kleine Bosna Standl, bei dem komischerweise kaum jemand anstand, war auch sehr gut, und vorallem die Angestellten da, waren so nett und freundlich, wie sonst kaum wo. Preislich war alles überteuert, so muss man das einfach mal sagen, über Qualität lässt sich streiten. Schade, dass kein Subway mehr da war, der hat uns echt gefehlt.

Tag 3:

Es fühlt sich richtig komisch an, so ausgeschlafen auf einem Festival zu sein. Wo ist der Zombie-Modus? Wir hatten an Tag 3 wirklich noch Lust auf Alkohol und nicht deshalb getrunken, um schnell wieder die Restfettn aufzuwärmen um so die Qualen, die unsere Körper bereits erlitten haben, zu betäuben!? Was ist da los? Das viele Essen, der ausreichende Schlaf? Endlich mal mit Menschen auf einem Festival zu sein, die so angenehm und gemütlich waren, dass man sich selbst schon als Nörgler vorkommt, wenn man meint, dass man sich im strömenden Regen die Band, die man nicht kennt, nicht unbedingt anschauen will und mal allein zurück geht und den Platz ein bisschen vom Müll befreit!? Seltsam schön.

Am 3 Tag starteten wir etwas später mit den Dropkick Murphys, die so gut waren, dass sie uns den Regen fast vergessen ließen, dann ging’s weiter mit Alice Cooper, dessen beste Tage wohl auch schon da vorbei waren, als der erste Nova Rock stattfand. Alle samt waren wir peinlich berührt. Irgendwie komisch, wenn sich ein alter Mann so bemüht, aber trotzdem nicht viel ankommt. Manchmal sollte man halt wirklich aufhören, bevor es zu spät ist. Zu guter Letzt und fast patschnass noch Volbeat. Irgendwie war’s dann genug, die Lust war weg, jede Zigarette, die wir versuchten zu rauchen, war gleich ausgeregnet. Ergo Partyzelt. Der Weg dahin glich einem Murenabgang, bis zu den Knien waren wir nass und gatschig. Im Partyzelt war‘s wie in einem Dampfbad… Aber zumindest kam die Feuchtigkeit  nicht in Tropfenform von oben. Diesen Abend haben wir zuerst in Spritzern, dann am Heimweg noch mal im Regen ertränkt.

Austrofred? Hat den wer gesehen?

Tag 4:

Es hat die ganze Nacht geschüttet. Am Vormittag war’s dann wieder ok und wir konnten unsere nassen Schuhe trocknen. Noch immer kein Zombie-Modus, aber etwas weniger energisch verbrachten wir diesen Tag. Den letzten. Und obwohl es noch viele Stunden dauert, bis wir das Gelände für ein weiteres Jahr verlassen müssen, hat man schon bemerkt, dass die Stimmung ein wenig gedrückt davon war.

Wendi’s Böhmische Blasmusik ist sich wieder nicht ausgegangen. 11:30 Uhr ist einfach eine Zeit, die wir nicht schaffen. Aber zu Drescher dann schon, war sehr cool und hätten mindestens vor Wanda spielen können, nicht um 14:00 Uhr… Drescher hätte die Austria3 dann vollendet. Vielleicht nächstes Jahr.

In der Zwischenzeit wollten wir einfach nur nichts tun, Bier und Limettenspritzer trinken, uns vom lieben Nachbarn begrillen lassen. Ein perfekter Sonntag sozusagen. Irgendwie klebten wir an unseren Campingsesseln. Erst zu den Deftones haben wir es geschafft. Herr Moreno gab alles, bis er klatsch nass war, allerdings nicht vom Regen;-)

Soviel Interaktion mit dem Publikum hätten wir uns auch bei den Red Hot Chili Peppers gewünscht, denn die spielten ihr Programm strickt und ohne großartige Ausschweifungen ab. Aber ok, wir fanden die Aktion von Flea, der mit seinen 53 Jahren auf Händen auf die Bühne ging super und auch zum Mitsingen war viel dabei, auch wenn man kein RHCP-Fan ist. Der angesagte Regen blieb aus und deshalb verpulverten wir unser letztes Geld, das auf den Karten war, noch so gut es ging. Am Heimweg wurden auch noch die restlichen Standl verkostet, die wir noch nicht durch hatten. Da war einmal ein Burger dabei, vegetarische Frühlingsrollen und noch ein paar Sachen, aber wir müssen zugeben, teilweise hat’s der Hunger rein getrieben. Müde, zufrieden und vollgegessen sind wir zum letzten Mal in diesem Jahr in unser Bett gefallen.

Tag 5:

Abreise. Auspacken ist schöner als einpacken.

Jedes Jahr auf’s Neue wundern wir uns, warum wir mehr mitnehmen, als wir mitgebracht haben. Schon allein der Müll, der in den letzten 5 Tagen entstanden ist, hätte die Menge halbieren müssen.

Trotzdem, eingepackt war in einer Stunde, schnell noch den Müll abgeben und los geht’s. Am schnellsten waren wir noch aus der Parklücke raus, denn ab da war ein im wahrsten Sinne des Wortes Schneckentempo angesagt. Eine Stunde Stau ist aber zu verkraften. Wir sind noch immer nicht auf der Flucht, würden eigentlich noch einen Tag länger bleiben wollen. Oder zwei.

Die Post-Novarock-Depression setzt ein.

 

Fazit:

Wie immer unser Highlight des Jahres. Alles stimmt, bis auf ein paar Kleinigkeiten, die aber nicht im geringsten aufwiegen könnten, was wir gut finden.

Nur erwähnt sollte es werden;-)

 

Cashless – coole Sache, wenn auch manche Mitarbeiter glaubten, sich auf Kosten anderer bereichern zu müssen oder einfach nur zu dumm waren um nicht zu checken, dass sie das Geld ja nicht in ihre eigene Tasche stecken konnten...

Müllpfand – schade, dass es die Müllchips nicht automatisch dazu gegeben hat, da gibt’s jetzt nämlich echt ein paar Säcke, die diese verkaufen.

WC-Anlagen – Wenn sie funktioniert haben, waren sie toll, sauber, immer Toilettenpapier da. Wie gesagt wenn. Die Spülungen waren zu oft nicht funktionstüchtig.

Line up – ist klar Geschmackssache. Aber lieber einen Überdrüberheadliner weglassen und dafür mehr Budget in andere gute Bands investieren. Spielzeiten überdenken.

Sicherheit – Da ist ganz klar zu wenig passiert. Gut, dass nichts passiert ist! Ich wurde KEIN einziges Mal abgetastet, in meinen teilweise geöffneten Rucksack lediglich einmal hineingeschaut.

WLAN – WLAN? Wo warst du?

 

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Dani
Dani
2 Jahre zuvor
6200