Mein Leben mit Dukan

Dani
Dani
4 Jahre zuvor
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Schon wieder eine Diät, die nix bringt. Oder doch?

Diäten kenne ich zur Genüge... Anstrengend sind sie alle, aber in Wirklichkeit sind die wenigsten wirksam und nur selten ist das verlorene Gewicht danach zu halten.

In meinem bisherigen Leben habe ich sicherlich schon mind. 100 Kilo ab- und wieder zugenommen, Schwangerschaften ausgenommen. Und ich muss zugeben, das ist sehr frustrierend. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich immer sehr konsequent war!

Vor Beginn meiner Diät hätte ich mich nicht unbedingt als 'fett' bezeichnet, aber ich fühlte mich einfach nicht mehr wohl in meiner Haut und mit diesem Zustand konnte und wollte ich mich einfach nicht abfinden.

Über die Dukan-Diät hatte ich eigentlich nur Schlechtes gehört. Sie sei ungesund und einseitig. Nachdem ich mich aber mehr mit der Materie beschäftigt habe und Berichte ebenfalls Leidgeprüfter gelesen habe, kam ich nach und nach drauf, dass diese schlechten Erfahrungen nur von Menschen kamen, die diese Diät eine Woche lang getestet haben. Dabei vermittelt Hr. Dukan in seinem Buch sehr schnell, dass das keine Diät für eine Woche ist, sondern eigentlich auf Lebenszeit, um sein verlorenes Gewicht dauerhaft zu halten. Man muss sich eben die Zeit nehmen und das ganze Buch lesen, bevor man sich entscheidet ein Dukaner zu werden. Ich hab mich entschieden.

Ich beginne eine Diät immer am Montag. Ich bin eben ein Montags-Mensch. Ich finde nämlich, der Tag eignet sich besonders um neu anzufangen. Vor allem die sogenannte 'Angriffsphase' der Diät ist besonders hart und lässt keine Ausrutscher zu. Diese dauert aber nur 5 Tage und die sind locker durchzuhalten, wenn man ein bisschen Disziplin aufweist. In dieser Phase wird ausschließlich Eiweiß in Form von Fleisch, Fisch, Tofu, Eiern und Milchprodukten zugelassen. Dazu kommen allerdings noch die 2 EL Haferkleie. Das hört sich wenig an, aber man wird sehr erfinderisch, was man mit diesen 2 EL alles machen kann. Von Brei bis Pfannkuchen, Brötchen oder als Müsliersatz im Joghurt, ist alles möglich. Außerdem kann man in Dukaner-Foren immer neue Rezepte finden, die den Alltag mit Dukan sehr schmackhaft machen können!

Sind diese 5 Tage mal geschafft, wird es schon einfacher, denn nun kann man einen Tag Eiweiß, einen Tag Eiweiß und Gemüse essen. Aber man sollte sich doch möglichst dran halten, denn Herr Dukan sagt auch, dass Menschen, die schon viele Diäten gemacht haben, an Tagen an denen sie zusätzlich zum Eiweiß auch Gemüse zu sich nehmen, nicht abnehmen werden. Die Phase(Aufbauphase) dauert dann so lange, bis man sein gewünschtes Ziel erreicht hat.

Wenn man merkt, dass nichts mehr runter geht, dann sollte  man jedoch an diesem Punkt stoppen und mit der Stabilisierungsphase beginnen. Diese dauert pro abgenommenem Kilo 10 Tage. D.h. 15 Kilo = 150 Tage. Eine lange Zeit. Die Diät ist dann aber längst nicht mehr so streng, denn zu den proteinreichen Lebensmitteln und Gemüse kommt dann täglich eine Portion Obst, 2 Scheiben Vollkornbrot und 40 Gramm reifer Käse pro Tag, 2 Portionen stärkehaltige Lebensmittel pro Woche, Lamm und Schweinefilet. Sowie als Belohnung erst eine, dann 2 Schlemmermahlzeiten pro Woche. Der Donnerstag sollte aber ein wöchentlicher Proteintag beibehalten werden!

Um sich darüber genauer zu informieren würde ich jedoch jedem raten, sich das Buch zuzulegen, es ist immer eine Hilfe, wenn man nicht weiter weiß oder knapp davor ist alles hinzuschmeissen und vor allem wie man es schafft, sein Gewicht dauerhaft zu halten.

Für mich persönlich ist das die erste Diät, die wirklich Erfolge zeigt. Nach 10 Wochen habe ich bereits 12 Kilo abgenommen und für mich ist jedes Kilo weniger wirklich hart erkämpft… Diesmal hat es aber geklappt. Auch wenn es nur bei 15 Kilo bleiben sollte, ist das ein großer Erfolg, wenn ich an die letzten Diäten denke, bei denen ich außer Haare, nicht viel verloren habe.

Man kann über Diäten denken was man will, die einen sagen, dass sich alles nur im Kopf abspielt, die anderen meinen eine ausgewogene Ernährung ist alles. Wie auch immer, das muss ohnehin jeder mit sich selbst ausmachen.

Ich kann nur sagen, dass mich die Komplimente meiner Mitmenschen und meine plötzliche Ausdauer im Fitnessstudio(in das ich im Übrigen schon immer gehe), sehr davon überzeugen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

 

Was heute nicht geschieht, ist morgen nicht getan - und keinen Tag soll man verpassen.
Das Mögliche soll der Entschluß, beherzt am Schopfe fassen.

Johann Wolfgang von Goethe