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DaniBelle

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Das war das Nova Rock '17

Nach dem Nova ist vor dem Nova.

 

Gut eine Woche ist es her, dass ich die Pannoniafields II für ein weiteres Jahr verlassen habe. Ich brauche immer ein wenig Zeit, um meine Gedanken und Gefühle nach dem Nova Rock zur Ruhe kommen zu lassen, sie etwas zu ordnen. Mittlerweile bin ich aber drauf gekommen, dass ich auch da nicht die einzige bin, der es so geht.

Für die einen mag es verlängertes Saufwochenende sein, für mich ist es jedes Jahr aus’s Neue ein Selbstfindungstrip. Allein mit dem Staub, der Sonne und mir selbst. Und wenn ich will, hab ich meine Freunde auch noch dabei, die sich so rührend um mich und umeinander kümmern, wie ich es nur aus Mutter-Kind-Beziehungen kenne. Auch diese Freunde hab ich auf dem Nova Rock gefunden, also wurde an jenem aus dem Selbstfindungstrip ein Freundefindungstrip.

Nachdem ich realisiert habe, dass es wieder ein Jahr warten heißt, kann ich mich nun daran machen, meine Erfahrungen zu teilen.

Wie jedes Jahr, war das Nova, das gerade stattfand, besser als das im Jahr zuvor. Und jedes Jahr sag ich mir, es kann nicht noch besser werden, oder? Oder doch. Keine Ahnung wie das funktioniert, aber es ist so. Das Line up hat mich heuer anfangs sehr begeistert, jedoch war ich von System of a Down, die zu meinen absoluten Lieblingsbands gehören, ein wenig enttäuscht… Ob’s am Regen lag oder einfach daran, dass man das Gefühl hatte, dass die ihre Show nur schnell abspulen wollen, kann ich jetzt nicht sagen, aber dennoch erwarte ich mir von einem Headliner ein bisschen mehr.

Sehr begeistert haben mich die Bloodsucking Zombies from Outer Space, die sich um eine kleine Horde gut gelaunter Frühaufsteher genauso bemüht haben, wie vor einem ausverkauften Weihnachtsspecial. Gut, gut, man kann sie wohl nicht mit den Headlinern vergleichen, aber mir geht’s am Ende um mein Gefühl, wenn ich eine Band sehe und höre. Ob sie es schaffen, dass ich Gänsehaut bekomme, das ist wichtig! Dieses Gefühl haben auch noch die Broilers erzeugt, die mit ihrem Auftritt am frühen Abend des letzten Tages sicher kein leichtes Spiel mehr hatten die Leute zu begeistern. Man merkte wie müde die Menschen teilweise waren. Aber dennoch war eine gewaltige Stimmung da!

Ich hab mir noch viele weitere Künstler angeschaut, aber die beiden waren meine absoluten Highlights und darum bleibt‘s auch dabei.

Generell ist das Nova Rock ein ziemlich gut durchdachtes und gut organisiertes Festival. Fehler passieren trotzdem immer wieder, aber ich denke durch konstruktive Kritik wird sich die eine oder andere Sache, die nicht so gut gelaufen ist, verbessern lassen.

Über Müllpfand und dergeleichen, will ich gar nicht anfangen. Ich kann es ohnehin nicht verstehen, dass es ernsthaft Leute gibt, die mit Sicherheit einen halben Monatslohn für ein Festival ausgeben, wenn man Ticket, Verpflegung, Merch und dergleichen zusammen rechnet. €5,-?? Ernsthaft?

Was ich allerdings noch ansprechen wollte, war der Betrug einiger Mitarbeiter. Einfach Trinkgelder zu verrechnen ohne zu fragen oder generell mehr zu verrechnen, als ausgeschenkt wird, ist eine echte Frechheit. Viele der Mitarbeiter an den Bars waren nur mäßig freundlich, teilweise wurden Frauen an den Cocktailbars nicht mal bedient. Selbst wenn so gut wie nichts los war, waren einige, vor allem weibliche Mitarbeiter so dreist und haben mich und auch einige andere Frauen, die etwas bestellen wollten, absichtlich übersehen. Geht gar nicht meines Erachtens. Also wofür sollte ich da Trinkgeld geben??

Die schlechten Zapfanlagen, die(gestoppt!!) 33 Sekunden für einen Becher Sodawasser brauchten, haben hier meiner Meinung auch keinen Platz. Ich habe teilweise über 20 Minuten an einer Bar dafür angestanden.

Fazit:

Ein dickes Plus für:

  • es ist und bleibt das beste Festival, das Österreich zu bieten hat

  • die Stimmung

  • die (heurigen) Toilettenanlagen

  • Sicherheit

Und leider auch ein Minus für:

  • Den Stau. Beim Hinfahren und Heimfahren

  • Mitarbeiter, die betrügen

  • Schlecht informierte Security

  • Zu viele Menschen für die vorhandene Infrastruktur, Warteschlangen ohne Ende…

 

Dennoch konnte nichts meine Laune trüben und ich freue mich schon sehr auf’s nächste Jahr. Ich kann’s kaum erwarten;-)

 

Die noch sehr günstigen Early Bird Tickets gibt’s hier


Wir starten in die Festivalsaison(und wie man diese überlebt...)

Lasst die Vorbereitungen beginnen

Noch ziemlich genau 2 Monate sind es, bis zum ersten Festival, das ich heuer besuchen werde und die Vorfreude ist, wie schon die letzten 10 Monate, riiiiiesengroß!

Ich hab mich heute dabei ertappt, als ich überlegt habe, wo eigentlich mein Zelt ist? Und der Rest? Ist alles noch in Ordnung bzw. überhaupt vorhanden? Was muss ich neu kaufen, was vorher noch reinigen? Festivals hinterlassen doch Spuren am ‚Campinginterieur‘…

Aber eigentlich steigern diese Überlegungen die Vorfreude noch viel mehr:-)

Da ich auch heuer wieder mit dem Nova Rock in die Festivalsaison starte und das das Festival ist, bei dem es kaum möglich ist das Gelände zu verlassen, muss echt an ALLES gedacht werden. Ich werde die Liste mit allen Dingen, die ich so brauche, vermutlich nicht mehr finden, deshalb wird mir nicht erspart bleiben eine neue zu schreiben. Einfacher wäre es, wenn ich die Liste einfach mal speichern würde. Merk ich mir vielleicht für’s nächste Jahr. Ich hab nur noch einige Stichworte im Kopf, die ich mir vorgenommen habe zu merken und das waren:

-          - Viel kalt(also eine wärmere Jacke einpacken, auch Handschuhe sind bei 10 Grad in der Nacht von Vorteil… und eine Jacke für wen anderen, der auch gemeint hat, wenn es tagsüber brütend heiß ist, kann es nachts doch nicht so kalt werden)

-          - Wenig Hunger(keine ESSENSvorräte kaufen, Futter gibt’s genug dort, außerdem hat Essen auf einem Festival einen ziemlich niedrigen Stellenwert bei mir)

-          - Viel Durst(die erste Palette Radler war bereits am Freitagnachmittag leer)

-          - SPIEGEL(nein, der der beim Lidschatten dabei ist, ist nicht genug um sich von oben bis unten anzuschauen, der reicht nicht mal für’s ganze Gesicht…)

-          - Einen 2. Campingstuhl kaufen(auf dem Ersten sitzt meistens der Nachbar oder ein anderer Unbekannter, der meinte, er sitzt eh so gemütlich auf dem Boden…)

-          - Haarstyling OHNE Fön, Glätteisen oder Lockenstab überlegen(und vorher mehrmals im betrunkenen und übermüdeten Zustand inkl. Sonnenstich ausprobieren)

-          - Eine neue Rubrik auf der Liste anführen ‚Dinge die ich zwar mitgenommen, aber in Wirklichkeit noch nie gebraucht habe‘ und nochmal genau überlegen, ob sie trotzdem notwendig sind.

-          - Eine Person beauftragen, die meine ganzen Sachen vom Auto zum Campingplatz schleppt und am Tag danach wieder zurück.

Ich geh mal davon aus, dass sich so manche Menschen(vermutlich unter 25 oder Männer) gerade wundern was in meinem Kopf vorgeht, dass ich mir so viele Gedanken um das Dumherum mache, denn für die meisten geht es um’s Festival selbst und die Bands. Ja ja, das war bei mir auch mal so, aber das ist viele Jahre her… Da bin ich ohne Ticket auf ein ausverkauftes Frequency allein  mit dem Zug(!!) nach Salzburg gefahren. Dabei hatte ich einen Schlafsack, eine Hose, 2 T-Shirts, Unterwäsche, spärliches Waschzeug und ein Handtuch. Zelt? Nein, brauchte ich nicht. Ich war davon überzeugt, dass sich jemand findet, bei dem ich einziehen konnte. Und dem war auch so. Ticket hab ich zum Sonderpreis von € 40,- ergattert, bei einem Mädl, das ganz verzweifelt am Wegesrand stand und das ihre wohl nicht  mehr brauchte. Ich muss schon sagen, ich war mutig. Jetzt bin ich Mama, älter, klüger und verwöhnter, und überlasse das Mutigsein den anderen. Am Feiern, Trinken und Spaß haben hat sich grundsätzlich aber nichts geändert. Lediglich dass ich mir 3 Tage statt einem Tag danach frei nehmen muss, weil es mir unsagbar schlecht geht.

Man könnte wirklich meinen, man ist unzerstörbar, wenn man auf einem Festival ist. 3 Tage und Nächte unter widrigsten Umständen und erbärmlichen hygienischen Zuständen zu überleben, scheint im normalen Leben nicht zu schaffen zu sein. Dazu kommt noch der übermäßige Alkoholgenuss, Kettenrauchen, Schlafmangel und die Nahrungskarenz(die sicherlich nicht nur von den erbärmlichen hygienischen Zuständen auf den Toiletten abhängig ist). Ausnahmezustand. Aber wer auf Festivals geht und diese liebt, weiß, dass das alles zu machen ist, denn ein Festival ist mehr als ein Urlaub. Es ist eine Auszeit vom Alltag! Es gibt keinen Zeitplan(außer dem Timetable der Bands), man muss nichts, man kann alles.



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